Dreizehn

Dreizehn


Die dreizehnte Dimension…

 

Dreizehn_02kl.jpg 13.1           Dreizehn_01kl.jpg 13.2

Geometrische Entsprechung: Das Kuboktaeder (Archimedischer Körper)

Das Kuboktaeder ist Teil der Raumstruktur d.  

Am einfachsten lässt sich diese Kugelanordnung erzeugen, wenn man ausgehend von der Sieben (Abb. 7.1) zwei  Dreierpakete (Abb. 3.2) zusammenstellt und diese dann mittig auf und unter die Sieben fügt. Hierbei ist darauf zu achten, dass das untere Dreieck um 180° zu dem oberen gedreht ist, so dass sich eine der Spitzen dort positioniert, wo das andere seine Basisfläche hat und umgekehrt.

Es entsteht eine geometrische Form, die die exakte Mischung der Zwillinge Oktaeder und Würfel darstellt.

Diese Form nennt man Kuboktaeder. Sie ist die erste von insgesamt 13 Archimedischen Körpern.

Das Kuboktaeder ist in gewisser Weise die Synthese von Oktaeder und Würfel, von zwei verwandten und doch polaren Formen.

 

»Die Dreizehn spielt als Anzahl von Göttern in der alten Maya-Religion eine zentrale Rolle; in den „Kopf-Varianten“ der neunzehn Zahlen plus Null erscheinen dreizehn verschiedene Götterhäupter, während der Rest Varianten der Einer sind.«12  ...  »Der tzolkin oder „die Zählung der Tage“ umfasste nach dem Maya-Kalender 260 Tage; für ihn gab es 20 Tageshieroglyphen, die fortlaufend von 1 bis 13 nummeriert wurden. Als Symbol des 13., der den Wendepunkt markiert, galt der Schmetterling. In der obersten Sphärenwelt der Azteken, der 13., war der Sitz des Götterpaares „Herr und Herrin der Zweiheit“: auch dies ein Symbol der Wende. «13

Wie aus dem angeführten Zitat erkenntlich, haben die Maja auch die direkte und wichtige Verwandtschaft der 13 und 19 erkannt.

(Abb. 19.1 bis 19.3)

 

»...denn im Hebräischen (wie im Arabischen) ist Dreizehn der Zahlwert des Wortes Ahad, „Einer“. Aus 2. Moses 34, 6 las man dreizehn Eigenschaften Gottes heraus, wie aus dem letzten Glied der Passah-Haggada zu erkennen ist. „Einst wird das Land Israel in dreizehn Teile geteilt werden; der dreizehnte wird dem König Messias zufallen“, heißt es in einer talmudischen Weissagung, und die Kabbala weiß von den dreizehn himmlischen Quellen, ... die nach talmudischer Lehre den Frommen im Paradies erwarten, zu berichten. Der Sohar sagt von den drei Häuptern des Heiligen Alten: „ Auf dreizehn Pfaden der Liebesarten ist er zu finden, indem jene verborgene Weisheit in Ihm sich dreimal nach vier Seiten teilt und Er, der Alte, alle umfasst“«14

Interessant an den Beispielen Maja und Sohar  ist auch, dass die Maja diese 13. höchste Gottheit „Herr und Herrin der Zwei“ nannten, also von einer gespaltenen Mitte ausgehen; wohingegen die kabbalistisch jüdische Erkenntnislehre von diesem zentralen „Heiligen Alten mit drei Häuptern“ ausging, also das Zentrum aus einer Trinität gebildet wurde.

 

Kommen wir nun auf das Christentum zu sprechen. Sowohl das Alte (gemeinsame Jüdische Tradition), als auch das Neue Testament sind von Zahlensymbolik durchdrungen. Im neuen Testament drängt sich dem Betrachter die Tatsache auf, dass Jesus sich 12 Menschen als seine Jünger ausgewählt hat.

Für diese 12 ist er -gottgleich- das alles bestimmende Zentrum.

Die Analogie zu der hier beschriebenen Raumstruktur der 13 ist nicht zu leugnen.

Jesus ordnen wir in diesem Bild sinnvoller Weise die mittlere, 13. Kugel zu.

Die restlichen Kugeln, stellvertretend für die Apostel, stehen dann für die Zahlenwerte 1 bis 12,

die sich in vier dreier, oder drei vierer Gruppen ordnen. Unter diesem Blickwinkel müsste man konsequenter Weise jedem Jünger die qualitative Eigenschaft einer Zahl von 1 bis 12 zuweisen.

Betrachten wir nun die Bedeutungen dieser Zahlen, so wird aus den bisherigen Ausführungen deutlich, dass die Elf eine Sonderrolle einnimmt und deren Deutung in unseren gewohnten Raum-, Zeitvorstellungen nicht möglich ist. Erst das Einbeziehen der Unendlichkeit lässt uns ihre Bedeutung erahnen.

Lässt man diese Aussagen auf sich wirken, drängen sich die inhaltlichen Parallelen zu Judas Iskariot auf. Sein zunächst unerklärliches Handeln, allerdings gebilligt und beauftragt von Jesus, stellvertretend für eine höhere Ordnung, wird vor dem Hintergrund der “Verherrlichung“, „Erhöhung“ als Notwendigkeit erkannt. (Siehe Johannes 13,18 - 13,19 und Johannes 13, 26 - 13,28.)

Eine Notwendigkeit im Sinne des Bildes vom Weizenkorn, das ohne in die Erde zu fallen und zu sterben nicht neues Leben hervorbringen kann und somit keine Früchte tragen würde. (Johannes 12, 24)

Wenn wir im Bild der Raumstruktur der 13 bleiben, müssen wir die zentrale Kugel entfernen, so wie das gestorbene Samenkorn und den sich opfernden Jesus und wir dürfen erwarten, dass sich die übrigen zwölf Kugeln zu einer neuen transzendenten Ordnung formieren.

Diese umschreibt Jesus mit den Worten: »An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir, und ich bin in euch.«15

Diese neue Ordnung ist in der Kugelgeometrie möglich (Abb. 12.1 und 12.2) und sie repräsentiert sogar in vollkommener Weise, durch die Eigenheit des Goldenen Schnitts, die schon oben angeführte Umschreibung. Ich wiederhole: »An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir, und ich bin in euch.«16

Zur Erinnerung die Definition des Goldenen Schnitts:

Zwei Strecken stehen im Verhältnis des Goldenen Schnittes, wenn sich die größere zur kleineren verhält wie die Summe aus beiden zur größeren.

Der Goldene Schnitt verbindet klein mit groß und groß mit dem unendlich Großen. 

 

Erstaunlich, wie groß die Entsprechungen sind.

 

Andersherum betrachtet - und dies würde die Entsprechungen erklären - scheint es so, dass die Zahlen mit ihren qualitativen Bedeutungen die Grundlage im Sinne eines „Drehbuchs“ für große Teile des neuen und alten Testaments sind.

»Im Anfang war das Wort, und das Wort war Gott. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. ... «17

En àrrchên en ho lógos. Im Anfang war das Wort,...

Rudolf Taschner äußert sich hierzu in seinem Buch  „Der Zahlen gigantischer Schatten“:

Das griechische Wort  lógos  bedeutet nicht nur Wort und Vernunft, es bedeutet ursprünglich Verhältnis - insbesondere ist das Verhältnis zweier Zahlen zueinander ein  lógos (ähnliches gilt für das lateinische Wort ratio). «18

Dass Zahl und Wort zusammengehören erfahren wir auch, wenn wir der etymologischen Bedeutung der Wörter Zahl und zählen nachgehen, denn hier wird erzählen in direkten Zusammenhang mit verkünden und bekennen gebracht.19

Zu Zahl und Genesis vergleichen Sie bitte auch die Ausführungen der Sieben, (die sicherlich noch auf die sechs ersten Schöpfungstage zu erweitern sind).

 

Ein weiteres Beispiel, wie stark die Bibel von qualitativen Zahlenbedeutungen durchdrungen ist, ist das Gleichnis der Speisung der 5000, welches im Lukas Evangelium am detailliertesten beschrieben ist (Lukas 9, 10 - 9, 17).

Hier wird vermutlich beschrieben, dass sich das zentrale 13. „Element“ auflösen, beziehungsweise transzendieren muss, damit auch andere Wesen außerhalb der „Ur-13“ an diesem Bewusstsein „satt“, teilhaftig werden.

Die Schritte sind in diesem Bild im Einzelnen:

  • »... erzählten Jesus alles ...«                    

Die 12 suchen die Verbindung zur 1.

  • »Dann nahm er sie beiseite und zog sich ... zurück, um mit ihnen allein zu sein. «

Ist ein Bild für die archetypische, abstrakte 13.

  • »Aber die Leute erfuhren davon und folgten ihm.«

Die Vielheit strömt nach.

  • »Er empfing sie freundlich.«                    

Es entsteht Kontakt, Berührung.

Die 13 ist Teil der Raumstruktur d.

  • »Als der Tag zu Neige ging ...« 

Ankündigung eines neuen Bewusstseins.

  • »... kamen die Zwölf zu ihm und sagten: Schick die Menschen weg, damit sie in den umliegenden Dörfer und Gehöfte gehen, dort Unterkunft finden und etwas zu Essen bekommen; ...«                                

Beispiel, dass die zwölf Apostel in dieser Form nicht selbständig sind, beziehungsweise „nichts“ zu geben haben.  

  • »Gebet ihr ihnen zu essen«

Die Aufforderung, das die 12, als eigenständige Raumstruktu, (das Ikosaeder, Abb.12.1) in der Vielheit wirksam wird.

  • »Sie sagten: Wir haben nicht mehr, als fünf Brote und zwei Fische.«

Es werden die Grundbausteine vorgestellt. Fisch als Symbol für den Christus, hier: die Mitte. Brote als Symbol für das etwas gewöhnlichere, noch zu tranzendierende Individuum.

Insgesamt sind es quantitativ gesehen sieben, aber die sieben eben nicht in der üblichen Ordnung (Abb. 7.1) wie die jüdische Sieben-Tage-Woche, sondern in einer anderen Form, nämlich der des Pentagons mit jeweils einer mittleren Kugel oben und unten eingefügt (Abb. 7.2 bzw. 7.3).

Schon hier wird sichtbar, dass man nur noch die fünf halbieren muss, um zum Ikosaeder, mit seinen 12 Kugeln zu kommen.

  • »Sagt ihnen sie sollen sich in Gruppen zu ungefähr 50 zusammensetzen.«

Tausend, hundert und zehn sind meist als Steigerungen der ersten Ziffer zu verstehen.

Es wird der Bezug von Volk (50) und Brote (5) gebildet.

Dies ist die „Bauanleitung“ des Ikosaeders.

  • »Jesus aber nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, segnete sie und brach sie;«

Die fünf wird verdoppelt, so dass zwei 5 + 1 Ordnungen entstehen (Abb. 6.3, 6.4), die zusammengesetzt das Ikosaeder ergeben, eben die Kugelanordnung der 12 mit seinen tranzendenten Eigenschaften (siehe unter: Abb. 12.1 und 12.2).

  • »dann gab er sie den Jüngern, damit sie diese an die Leute austeilten.«

Die Zwölf soll in Zukunft eigenständig wirksam werden.

  • »Und alle aßen und wurden satt.«

In dieser Form ist die 12 für jeden geistig nährend.

  • »Als man die übriggebliebenen Brotstücken einsammelte, waren es 12 Körbe voll.«

Zwei Strecken stehen im Verhältnis des Goldenen Schnittes, wenn sich die größere zur kleineren verhält wie die Summe aus beiden zur größeren.

Zwölf Teile (2 mal 5 halbe Brote plus 2 Fische) stehen für das Kleine,

sättigen 5000 Männer. Diese stehen für das Große.

Trotzdem bleiben 12 Körbe voll übrig. Diese stehen für die Summe.

In das Ikosaeder sind drei „goldene“ Rechtecke in drei verschiedenen Raumebenen eingeschrieben. Die Längen der Seiten dieser Rechtecke entsprechen dem Goldenen Schnitt.

 

Wer der Meinung ist, dass die Zwölf Sternzeichen der Astrologen ausschließlich ein Ausdruck der Zwölf sind, vergisst, dass dieses Weltbild auf dem Bewusstsein aufbaut, dass die Weltgeschehnisse so vollkommen miteinander verwoben sind, dass die Grundthemen eines jeden Individuums sich in der gesamten Raumordnung ablesen lassen. Dass also jedes Individuum, und eben nicht nur die Erde, als kosmischer Körper, Mittelpunkt des Universums ist. Vor diesem Hintergrund muss die astrologische Ordnung mit der „12 + 1“ Raumstruktur verglichen werden. Dieser zentralistische Gedanke findet sich auch in meinen Ausführungen zur eins, sechs (in Form der 1 + 5) und „unendlich“ wieder.

Ob der menschliche Anspruch, diese „Verwobenheit“ auch erkennen und deuten zu können, nicht entschieden zu hoch ist, sollte jeder selbst beurteilen.

 

Die Ausführungen Rudolf Steiners zu den zwölf Sinnen, müssen der „12 + 1“ Raumstruktur (dem Kuboktaeder) zugeordnet werden, da sie in drei Gruppen zu je vier Sinnen strukturiert sind und diese Ordnung eben im Kuboktaeder exemplarisch auftritt. Außerdem sind sie an den physischen Leib gebunden und brauchen eine materialisierte Mitte.

 


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